PEM-Zertifikat (X.509) prüfen
Fügen Sie ein X.509-Zertifikat im PEM-Format ein, um Domain (Subject), Aussteller, Gültigkeitsdaten und Signaturalgorithmus auszulesen – ganz ohne OpenSSL-Befehlszeile. Die ASN.1/DER-Dekodierung erfolgt vollständig in Ihrem Browser.
So funktioniert es
Ein X.509-Zertifikat ist eine ASN.1/DER-Struktur, die in Base64 verpackt ist (PEM-Format). Dieses Werkzeug implementiert einen kleinen generischen ASN.1-Parser und durchläuft dann die Standardstruktur TBSCertificate, um Subject und Aussteller (jeweils eine Folge von Attributen wie CN, O, C), die Gültigkeitsdaten (notBefore/notAfter) und den Signaturalgorithmus auszulesen, und kommt dabei sowohl mit Zertifikaten mit als auch ohne explizites Versionsfeld zurecht.
Ersetzt diese Prüfung eine echte Validierung der Zertifikatskette?
Nein. Dieses Werkzeug liest und zeigt den deklarierten Inhalt des Zertifikats an, es prüft weder dessen Signatur noch den Widerruf (CRL/OCSP) noch die Vertrauenskette bis zu einer vertrauenswürdigen Root-Zertifizierungsstelle. Für eine vollständige Prüfung (wie ein Browser sie bei einer HTTPS-Verbindung durchführt) verwenden Sie einen echten TLS-Client oder ein spezielles Werkzeug wie OpenSSL.
Das Zertifikat wird als „abgelaufen“ oder „noch nicht gültig“ angezeigt – was tun?
Ein abgelaufenes Zertifikat muss bei seiner Zertifizierungsstelle erneuert werden, bevor es in der Produktion weiterverwendet wird; ein Dienst, der es weiterhin ausliefert, löst bei allen Besuchern Sicherheitswarnungen aus. Ein „noch nicht gültiges“ Zertifikat weist ein notBefore-Datum in der Zukunft auf – prüfen Sie die Uhr des Rechners, der es ausgestellt hat oder es verwendet.
Datenschutz: Das eingefügte Zertifikat wird zu 100% lokal in Ihrem Browser dekodiert – es wird niemals an einen Server übertragen. Ein öffentliches Zertifikat enthält keinen privaten Schlüssel, ist aber dennoch eine Infrastrukturinformation, mit der Sie sorgfältig umgehen sollten.